Ratgeber / FAQ

Hier möchten wir Ihnen Informationen über häufig gestellte Fragen zu den Themen der Fütterung von Koi und Stören, der Qualität und Inhaltsstoffe des Futters sowie der Wasserpflege bereitstellen.

Sollten Sie dennoch weitere Fragen zu diesen Themen oder auch zu unseren Produkten haben, so nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf. Wir werden stets bemüht sein, Ihnen bestmöglichst helfen zu können.

Da auch wir von pondovit stets bemüht sind unsere Produkte weiter zu entwickeln und zu verbessern, nehmen wir natürlich auch jederzeit gerne Tipps und Ratschläge von Ihnen entgegen. Denn - nichts ist wichtiger und hilfreicher als Erfahrungsberichte aus der Praxis.

Qualität des Futters

Die Qualität und Frische vom Koi- bzw. Störfutter ist entscheidend für die Gesundheit Ihrer Fische und die Qualität des Teichwassers.

Darum gilt: nur das Beste ist gut genug!

Dies beginnt bereits bei der Auswahl der jeweiligen Inhalts- und Zusatzstoffe des herzustellenden Futters, denn bereits da gibt es enorme qualitative Unterschiede. 

Ein großer Vorteil von unseren pondovit-vital Futtersorten ist natürlich, daß unser gesamtes Futter in Deutschland hergestellt wird und wir somit in der Lage sind uns mit der Produktion flexibel an die jeweiligen Bedarfsmengen zu anzupassen. 

Dies kommt natürlich in erster Linie der Frische unserer Koi- und Störfuttersorten zu Gute. 

Nur ein frisches, hochqualitatives und optimal auf die Bedürfnisse von Koi oder Stör abgestimmtes Futter kann von diesen auch bestens verwertet werden, was sich wiederum positiv auf die Qualität des Teichwassers auswirkt.

Fütterung der Koi

Damit unsere schönen Koi auch noch im Alter ihre ideale Körperform beibehalten, ist es wichtig sich genau zu überlegen mit welchem Futter man diese auch füttert. Die Verfettung von Koi hängt vor allem von zu wenig Bewegung und falscher Fütterung ab.

Auch aus diesem Grund haben wir die Pelletgrößen unserer pondovit-vital Futtersorten auf 3 mm, 5 mm bzw. 6 mm beschränkt. Dadurch werden die Koi bei der Nahrungsaufnahme automatisch zu etwas mehr Bewegung gezwungen. Außerdem sind diese kleineren Pellets auch leichter und besser zu verdauen.

Die Fütterung von Koi ist auch abhängig von der Jahreszeit bzw. der Wassertemperatur.

Die ideale Wassertemperatur für Koi ist zwischen 19 und 24 Grad. Bei diesen Bedingungen gibt man den Fischen sehr nahrhaftes, proteinhaltiges Futter (z.B. vital plus oder vital proactive). Die Fütterung erfolgt bei diesen Temperaturen im Idealfall 3 bis 5 mal am Tag wobei die jeweils verabreichte Futtermenge nach ca. 5 bis 10 Minuten aufgefressen sein sollte. Auch Seidenraupenpuppen, Gammarus, Shrimps oder etwa unser biovital snack werden von den Koi sehr gern angenommen und sorgen für ein gutes Wachstum und Körpervolumen.

Mit abnehmenden Temperaturen im Herbst reduziert man die Futtermenge und wechselt wieder zu einem Hauptfutter wie z.B. vital complete oder vital optimix.

Ab Wassertemperaturen unter 12 Grad wechselt man zu vital wheatgerm (Weizenkeime), da dieses sehr leichtverdaulich ist. Auch fängt man da bereits an, allmählich ein Sinkfutter (vital winter) zu verabreichen um die Koi wieder langsam auf die Nahrungsaufnahme am Teichboden zu gewöhnen. Halten sich die Koi vorwiegend nur noch am Teichboden auf, füttert man ausschließlich Sinkfutter vital winter.

Da die Koi mit sinkender Temperatur auch ihren Stoffwechsel herunterfahren, reicht es wenn man im Winter nur alle 2-3 Tage behutsam füttert.

Fällt die Wassertemperatur im Teich unter ca. 6 Grad wird die Fütterung eingestellt.

Fütterung der Störe

Störe haben besonders hohe Ansprüche ans Futter in Bezug auf Verdaulichkeit und Energiedichte in artgerechter Zusammensetzung. 

Da Störe ausschließlich am Teichboden fressen ist es Voraussetzung ihnen ein sinkendes Alleinfutter wie z.B. vital stör zu verabreichen, welches über das gesamte Jahr hinweg den Bedürfnissen der Störe entspricht. 

Die Fütterung der Störe sollte mehrmals täglich an der gleichen Stelle erfolgen, die Futtermenge sollte in ca. 20 min. aufgefressen sein. 

Befinden sich im Teich auch noch andere Fische wie z.B. Koi oder Goldfische ist es wichtig diese bereits vorher zu füttern. Der Grund dafür liegt darin, daß Störe verhältnismäßig langsame Fresser sind und die anderen Teichbewohner ihnen sonst alles wegfressen würden. 

Wichtig: Störe müssen auch den gesamten Winter hindurch gefüttert werden, jedoch wird dabei die Futtermenge angepasst reduziert.

Inhaltsstoffe unseres Futters

Proteine 
Sie sind außerordentlich wichtige Substanzen zur Bildung von Körpergewebe, werden durch Verkettung vieler Aminosäuren gebildet und der Nährwert eines Proteins ist unterschiedlich, je nach Kombination der Aminosäuren. Die Aminosäuren, die der Fischkörper nicht selbst synthetisieren kann, sind als essentielle Aminosäuren bekannt, die im Futter bereitgestellt werden müssen. Nicht nur, dass die Koi ohne diese essentiellen Aminosäuren nicht wachsen; sie können ohne sie nicht überleben. 

Es ist wohlbekannt, dass Proteine als tierische und pflanzliche Proteine vorkommen; ernährungswissenschaftlich gesprochen haben die tierischen Proteine in Form von Fischmehl, Insektenpuppen, Schalentieren, Daphnien, etc. einen viel höheren Nährwert für Koi. Pflanzliche Proteine finden sich in Soja, Erdnüssen, etc. 

Rohfaser 
Ganz wichtiges Bewertungskriterium für die Verdaulichkeit der Gesamtration. Je höher der Rohfasergehalt, desto geringer ist die Verdaulichkeit aller anderen Nährstoffe. Ein gewisser Rohfaseranteil ist jedoch zur ausreichenden Verweildauer des Nahrungsbreis im Darm und zur Verteilung der Nährstoffe erwünscht. 

Rohasche
Gibt einen Hinweis auf den Gehalt anorganischer Bestandteile einschließlich der Mineralstoffe. Nur Calzium und Phosphor müssen deklariert werden. Wissenswert ist vielleicht, dass Koi in der Lage sind, viele Mineralstoffe aus dem Wasser aufzunehmen. Trotzdem sollte ein gutes Futter zur Sicherheit Zulagen an Mineralstoffen enthalten. Als Ausgleich für den oft nur geringen Gehalt in unseren gefilterten Teichanlagen mit häufig nur wenig Frischwasserzufuhr. 

Feuchtigkeit 
Die Grenze für die ausreichende Lagerfähigkeit eines Futters liegt bei etwa 8 - 9% Wassergehalt. Niedrigere Wassergehalte bedeuten nicht nur verbesserte Lagerfähigkeit, sondern folgerichtig eine höhere Nährstoffdichte bei Verringerung des Volumengewichtes. 

Fette 
Fett ist ein extrem wichtiger Nährstoff zur Energieversorgung des Stoffwechsels. Aber zu viel Fett wird im Körper gelagert und führt zu Fettleibigkeit. Es kann den Koi auch durch Ablagerung an den inneren Organen oder fettbedingte Degeneration schaden. Der Körper wird allerdings im Falle eines Fettmangels zum Ausgleich Proteine abbauen, so dass ein Koi, der sehr viele Proteine erhält, zwar nicht stirbt, aber seine Wachstumsrate stark verlangsamt wird. Seien Sie vorsichtig, wenn Sie altes Futter verwenden, weil oxidierte Fette schlecht für Ihre Koi sind. 

Kohlenhydrate 
Dies sind die Stärken und Zucker, welche in physikalische Energie umgesetzt werden. Sie bilden nur einen kleinen Teil des Fischkörpers, aber sie leisten eine äußerst wichtige physiologische Funktion. Wie Fette, so können auch nicht ausreichende Mengen an Kohlenhydraten durch den Abbau von Proteinen ausgeglichen werden, so dass der Koi zwar nicht an Kohlenhydratmangel stirbt, ein deutlicher Mangel jedoch wegen des Proteinabbaus zu drastischem Verlust von Körpergewicht führen wird. 

Mineralien 
Sie sind sehr wichtig für den Stoffwechsel und umfassen Calcium, Natrium, Kalium, Phosphor, Eisen, Kupfer, Mangan und Magnesium. Die Koi nehmen sie mit dem Futter und aus naturbelassenem Wasser auf, aber mit der Zeit mangelt es im Gartenteichwasser, das kontinuierlich gefiltert wird, an Mineralien, weshalb durch natürliches Wasser von hoher Qualität oder mit dem Futter ausgeglichen werden muß.

In den letzten Jahren sind Wasseraufbereitungsmittel, die diese Mineralien enthalten, auf den Markt gekommen; es ist vielleicht eine gute Idee, sich darüber schlau zu machen und erfahrenere Enthusiasten um Rat zu fragen, bevor Sie diese anwenden. 

Vitamine 
Diese sind absolut notwendige Katalysatoren für einen gesunden Stoffwechsel. Vitaminmangel kann zu vermindertem Wachstum, Krankheit und zum Tode führen. 

Zusatzstoffe 
Werden über den sogenannten Praemix, bestehend aus Mineralstoffen, Spurenelementen, Vitaminen und diversen Stoffen mit Sonderwirkungen dem Komponentengemisch zugegeben. Nicht alle zugesetzten Stoffe müssen deklariert werden. Von den Spurenelementen nur Kupfer und Selen, von den Vitaminen A, D3 und E. Ein gutes Koifutter sollte auch genügende Zulagen an Vitamin C haben, dies gilt in hohem Maße für Hochleistungsfutter und die Jungfischernährung. 

Die zugesetzten Wirkstoffe sind überwiegend synthetischen Ursprungs und fast immer stabilisiert (gegen Zerfall geschützt). Vitaminzusätze werden oft über den Bedarf hinaus dosiert, um einen gewissen Schwund während der Lagerzeit des Futters auszugleichen. Manchmal aber auch aus rein optischen Gründen. 

Bei richtiger Lagerung sorgfältig hergestellter Futter mit stabilisierten Vitaminzusätzen kann davon ausgegangen werden, dass bis zu etwa 12 Monaten Lagerdauer ab dem Herstellungstag noch bedarfsgerechte Vitamingehalte vorhanden sind. Eine zunehmend hohe Bedeutung haben bei den heutigen intensiven Haltungsformen mit z.T. sehr hochgezüchteten, empfindlicheren Fischen Futterzusätze zur Unterstützung des Immunsystems. Wirklich hochwertige Koifutter enthalten mehrere verschieden wirkende Immunstimulantien. Dazu gehören geeignete Pflanzen-, Hefe und Algenextrakte, sowie probiotisch wirkende Kulturen. 

probiotische und. prebiotische Kulturen 
Vereinfacht ausgedrückt sind Probiotika bestimmte lebende Kulturen (u.a. Milchsäurebakterien), die die Gesamtheit der im Verdauungstrakt immer vorhandenen Bakterien positiv beeinflussen, sie bei der Verdauungsarbeit unterstützen. Die Qualität der Verdauung hat entscheidenden Einfluss auf die Gesundheit aller Lebewesen. Voraussetzung für die gewünschte Wirkung ist eine unverdaute Passage der zugesetzten Kulturen durch Magen und Dünndarm (soweit vorhanden) bis zu den Orten der endgültigen Verdauungsprozesse in den Enddärmen. 

Prebiotika sind bestimmte Nahrungsstoffe und natürliche Substanzen (z.B. Ballaststoff- und Stärkeverbindungen, sowie Pflanzenextrakte aus z.B. Knoblauch) die das Wachstum und die Vermehrung der probiotischen Kulturen in den Darmabschnitten der Verdauung fördern. Die gesundheitsfördernden Eigenschaften der probiotischen Kulturen für alle Lebewesen - noch gefördert in Verbindung mit Prebiotika - sind bereits seit längerer Zeit bekannt und erforscht. In hochwertigen Koi-Futtermischungen nehmen Pro- und Prebiotika einen festen Platz ein. Einweiteres der vielen Unterscheidungsmerkmale zu den leider manchmal immer noch eingesetzten Billig-Mastfuttern aus der Teichwirtschaft.